Fake-Eiersalat und veganer Käse?

Warum ist da eigentlich veganer Käse im EIERSALAT??

Für meine Version des recht bekannten „falschen“ Eiersalates kommt neben Tofu auch veganer Käse in die Schüssel. Dadurch wird der Gesamtgeschmack noch ein wenig interessanter, denn normalerweise ist Tofu ja dafür bekannt, „wenig würzig“ zu schmecken. Im Mix mit einer herzhaften Variante veganen Käses, kleingeschnitten und im wenigstens gleichen Verhältnis zur Menge des Tofus im Salat vorhanden, ist das „Fade“ kaum noch spürbar.

Vorzugsweise verwende ich die praktischen Käseblöcke, Wilmersburger und Vegourmet z.B. bieten dafür reichlich verschiedene Sorten an.

Fake Eiersalat und veganer Käse

Sämtliche Mengenangaben sind mehr oder weniger über den Daumen, da jeder seine eigene Vorstellung davon hat, wie Eiersalat zu sein hätte. Also nicht so genau aufs Gramm schauen und dafür öfter abschmecken beim Machen.

 

Wir brauchen

  • 200-300g Tofu, vorzugsweise geräuchert
  • 200-300g veganer Käse, ein Käseblock empfiehlt sich
  • 1 große Zwiebel
  • 1/2 Teelöffel Pfeffer
  • 1 Teelöffel schwarzes Salz (Kala Namak) – wichtig!!!
  • 1 Tasse Öl
  • 1/3 Tasse Brühe von sauren Gurken,  Sojamilch, oder einfach Wasser
  • 3-5 kräftige Esslöffel Senf, mittelscharf
  • 1/2 Teelöffel Kurkuma

 

Die Zubereitung

Den Tofu, den veganen Käseblock und die Zwiebel in feine Würfel schneiden. Pfeffer und Kurkuma schon mit in die Schüssel geben. Sojamilch und Öl entweder mit einem elektrischen Pürierstab zu Sojanäse verarbeiten, oder einfach Wasser bzw. Gurkenbrühe kräftig mit dem Öl mischen. Geht auch klassisch mit dem Schneebesen. Wenn das Gemisch dabei auch keinesfalls „fest“ wird wie bei Sojamilch. Spätestens, wenn der Senf dazugegeben wird, entsteht trotzdem eine Art sämige Pseudo-Majonäse. Sollte das Ganze dennoch zu dünn sein, einfach etwas mehr Senf dazugeben. Nun alles gut miteinander vermischen.

Was nun noch fehlt, das ist der typische Eiergeruch – wenn man den denn haben will. Dafür mischt man zuletzt das schwarze Salz unter. Sobald es feucht wird, lösen sich die im Salzkristall eingeschlossenen, gasförmigen Schwefelwasserstoffverbindungen heraus, entströmen dem Eiersalat und man hat für eine geraume Weile den Eindruck, irgendwo in diesem Gemisch ist tatsächlich Ei

Wem das aber zu viel Kult um alte Gewohnheiten ist, der nimmt ganz einfach normales Kochsalz, vorzugsweise aber Meersalz. Riecht nicht nach Ei, aber der Salat schmeckt trotzdem.

Übrigens, hat man eine cremige Sorte des veganen Käses verwendet, gibt das dem Biss des Salates eine besondere Note, „sahnig“, könnte man sagen. Für die pikante Variante kann man noch einen Teelöffel Paprikapulver und eine Messerspitze Chili hinzufügen. Geschmacklich richtig gut passt eine kräftige Handvoll klein gehackter Petersilie zu „falschem Ei“. Zum Garnieren kann man auch reichlich über den angerichteten Salat streuen. Sieht wunderbar aus und macht schon allein des frischen Duftes wegen unbändigen Appetit.

Aufgrund des hohen Öl- und Fettgehaltes lässt sich dieser Eiersalat auch wunderbar als Brotbelag verwenden, da muss nicht extra (vegane) Butter oder Margerine drunter.

Die Zubereitung dauert ca. 15-20 Minuten. Das Leeren der Schüssel ungefähr 5. Wenn’s hoch kommt. 😉

Guten Appetit!

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2 Kommentare

  1. Adelhaid sagt:

    Ein Salz, das nach Eiern riecht. Das muss ich mir merken.

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